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Erschütterungsüberwachung während der Entstehung des höchsten Gebäudes der Schweiz

Roche, Arealentwicklung
Basel BS 2017 - heute

In Basel schreitet die Arealentwicklung des Pharmakonzerns Roche voran. Die GEOTEST AG hat bei der Entstehung von Bau 2 und dem pRED Forschungs- und Entwicklungszentrum die gesamte Erschütterungsüberwachung durchgeführt.

Auf dem Gelände des Pharmakonzerns F. Hoffmann-La Roche AG entsteht nach dem 2015 fertiggestellten Roche-Turm Bau 1 (178 m) nun Bau 2 (205 m), ein 50-stöckiges Bürohochhaus mit rund 3100 Arbeitsplätzen sowie das neue pRED Forschungs- und Entwicklungszentrum bestehend aus vier zusammenhängenden Gebäuden (18 – 114m) mit insgesamt 1800 Arbeitsplätzen und einer Einstellhalle. GEOTEST ist mit der Erschütterungsüberwachung während der Bauphase beauftragt.

Im Zuge der Abbrucharbeiten bestehender Industriegebäude und der Sprengungen von deren Fundamentsockel galt es einerseits, die Erschütterungs-Richtwerte bei der direkten Nachbarschaft im Quartier einzuhalten. Andererseits mussten auch die strengen Anforderungen bezüglich Vibrationen in den angrenzendenProduktionsanlagen berücksichtigt werden, um einen reibungslosen Betrieb zu gewährleisten. Letzteres konnte erreicht werden, indem entlang der Glasfassade des benachbarten Produktionsgebäudes 'Bau-95' auf jedem zweiten Stockwerk jeweils eine Messstelle eingerichtet wurde.

Weitere Herausforderungen waren insbesondere der Schutz einer Transformatorenstation im Untergeschoss, wo direkt im abgeschotteten Bereich unter Einhaltung spezifischer Richtwerte für elektrische Anlagen Messstellen eingerichtet wurden, sowie ein unmittelbar angrenzender Tunnel zur Energieversorgung (ELT) zwischen den Industriegebäuden. Hier mussten die erschütterungsempfindlichen Sensoren direkt auf die Gasleitungen montiert werden.

Insgesamt waren während der Hauptbauphase bis zu 20 Messgeräte im Einsatz und zeichneten alle Erschütterungsimmissionen von der Grossbaustelle auf. Die Daten wurden im Minutentakt gespeichert, auf unser Online-Datenportal übertragen und visualisiert. Bei einer Richtwertüberschreitung wurden sofort alle unmittelbar beteiligten Personen von Roche und den örtlichen Bauleitungen via SMS und E-Mail informiert.

Die Bausohle von Turm 2. Hier standen die ehemaligen Industriegebäude Nr. 34 und 43. Links im Bild ist die Glasfassade von Bau 95 zu sehen.

Blick von Bau 95 auf den Rückbau des Gebäudes Nr. 74.

Die Fundamentsohle von Bau 74. Seitlich rechts steht die Aussenwand des ELT-Tunnels.

Zugehöriges Geschäftsfeld

Zugehörige Kompetenzen & Methoden

Auftraggeber

Kontaktperson

Claudio Scarcia

Dipl. Geologe

Projektleiter

Claudio.Scarcia@geotest.ch

+41 31 910 01 45

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