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Spannkabelortung mit 3D-Impuls-Radar

Emmebrücke Kirchberg, A1
Kirchberg BE 2020 - 2021

Für die Verstärkung der Emmebrücke soll nachträglich eine Quervorspannung angebracht werden. Die dafür nötigen Kernbohrungen werden zwischen der bestehenden Längsvorspannung ausgeführt. Die GEOTEST AG hat für die Planung der Kernbohrungen die exakte Position der Spannglieder in den Brückenträgern zerstörungsfrei mittels 3D-Impuls-Radar-Messungen ermittelt.

Die «Emmebrücke», welche die Autobahn A1 bei Kirchberg über die Emme führt, ist ein wichtiges «Nadelöhr» der N01 und muss statisch ertüchtigt werden. Im Frühjahr 2020 hat GEOTEST die Spannkabel im Bereich der geplanten Bohrungen mittels Impuls-Radar-Verfahren detektiert und vor Ort direkt angezeichnet. Die Brücke der Fahrbahn in Richtung Zürich konnte daraufhin im Sommer 2020 erfolgreich verstärkt werden.

Die Ertüchtigung der Widerlager für die Fahrbahn in Richtung Bern ist speziell herausfordernd, weil die mittels Radarverfahren bestimmte Lage der Spannkabel stellenweise von der in den Plangrundlagen festgehaltenen Lage abweicht.

Um dennoch eine möglichst optimale Linienführung der Bohrungen zu ermöglichen, sollte deshalb neben einer Verifizierung der Anzeichnungen vom Frühjahr 2020 auch die Tiefenlage der Spannkabel in den Brückenträgern überprüft werden.

Um die nötigen Informationen zu erhalten und zudem das Risiko zu minimieren, ein bestehendes Spannglied bei den Bohrarbeiten zu verletzten, wurde auf den Einsatz präziser 3D-Impuls-Radar-Untersuchungen zurückgegriffen. GEOTEST hat im März 2021 die betroffenen Stellen im Detail mit 3D-Messungen untersucht und konnte so die Lage und den Tiefenverlauf der Spannkabel trotz anspruchsvoller Geometrie der Brückenlängsträger zerstörungsfrei ermitteln.

Die Bohrarbeiten werden nun quer durch die Brückenlängsträger während Vollsperrung der A1-Fahrtrichtung Bern und mit grösstmöglicher Vorsicht unter Zuhilfenahme unserer Messergebnisse durchgeführt.

Im Bereich der Widerlager müssen vier Bohrungen durch alle drei Längsträger ausgeführt werden (rot im Grundriss eingefärbt). Die bestehenden Spannkabel (grün im Grundriss, orange im Foto) dürfen dabei keinesfalls beschädigt werden.

Die Datenaufnahme der 3D-Impuls-Radar-Untersuchung am Brückenträger erfolgte entlang eines regelmässigen Messrasters (10 x 10 cm, blau auf den Träger gezeichnet).

Visualisierung der 3D-Messung als Schnitte: Die drei Spannkabel (rot) liegen hinter mehreren Bewehrungslagen (grün, gelb, und blau). Trotz herausfordernder Trägergeometrie konnte neben der Lage auch die variierende Tiefe der Spannkabel zuverlässig beschrieben werden.

Zugehöriges Geschäftsfeld

Zugehörige Kompetenzen & Methoden

Auftraggeber

Kontaktperson

Mario Kälin

MSc Erdwissenschaften ETH

Projektleiter, Bereichsleiter (Stv.)

Mario.Kaelin@geotest.ch

+41 43 960 87 34

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