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Geologische Sondierungen für den Ausbau der Stelserstrasse

Im Zusammenhang mit dem geplanten Ausbau der Stelserstrasse in Schiers (Prättigau), müssen die dortigen geologischen Verhältnisse erfasst werden. Die...

Im Zusammenhang mit dem geplanten Ausbau der Stelserstrasse in Schiers (Prättigau), müssen die dortigen geologischen Verhältnisse erfasst werden. Die GEOTEST-Filiale Davos begleitet die Sondierungen vor Ort, um daraus die Baugrundeigenschaften abzuleiten und die geologischen Querprofile zu erstellen.

 


Für den zukünftigen Ausbau der Stelserstrasse im Abschnitt Fajauna – Mittlist Maji sind auf einer Strecke von rund 1240 Metern tal- oder bergseitige Stützmauern vorgesehen. Damit die engen Kurvenradien korrigiert werden können, sind zudem stellenweise Lehnkonstruktionen geplant. Im Hinblick auf das Bauprojekt sind detaillierte Kenntnisse der Beschaffenheit des Baugrundes deshalb von entscheidender Bedeutung.



Das Tiefbauamt des Kantons Graubünden (TBA GR) hat die GEOTEST-Filiale Davos beauftragt, die nötigen Sondierungen vor Ort zu begleiten, um die geologischen Verhältnisse zu erfassen und zu dokumentieren. Dabei kam die von GEOTEST entwickelte «FeldApp» - eine Art digitales Feldbuch – zum Einsatz: Strukturmessungen im Fels sowie die für die Abschätzung der Baugrundwerte erforderlichen geotechnischen Parameter der Lockergesteine wurden in entsprechenden Formularen direkt auf einem Tablet erfasst.



Die Sondierungen haben sich aus geologischer Sicht sehr spannend dargestellt. In vielen Baggerschlitzen wurde die Felsoberfläche schon nach wenigen Metern erreicht. Es handelte sich jeweils um Bündnerschiefer der Sassauna- und Pfävigrat-Formation. Darüber sind verschiedene Typen von Lockergesteinen anzutreffen: Moräne, Hangschutt sowie künstliche Auffüllungen. In einem nächsten Schritt werden aus diesen Aufzeichnungen nun geologische Querprofile erstellt, welche die Baugrundverhältnisse im Detail darstellen und als Grundlage für die Projektierung dienen.

 

 

 

Revitalisierung der Emme

Im Sommer 2019 haben die Bauarbeiten für die Revitalisierung der Emme im kantonalen Naturschutzgebiet Ämmeschache-Urtenesumpf in den Gemeinden...

Im Sommer 2019 haben die Bauarbeiten für die Revitalisierung der Emme im kantonalen Naturschutzgebiet Ämmeschache-Urtenesumpf in den Gemeinden Utzenstorf und Bätterkinden begonnen.


Ziel der Revitalisierung «Ämmeschache-Urtenesumpf» ist es, dass die Emme das Gerinne in Zukunft möglichst eigendynamisch umformen kann und somit wieder ökologisch wertvollen Raum schafft. Der Abschnitt befindet sich in einem Auen-gebiet von nationaler Bedeutung.


Die GEOTEST AG ist mit der geotechnischen Beurteilung des Bauvorhabens sowie der Begleitung  folgender Teilprojekte betreut:


Verlegung des Hochwasserschutzdamms:


Der bestehende Hochwasserschutzdamm wird verlegt, um der Emme mehr Platz einzuräumen. Faktoren wie Durchsickerung, Überströmung und der hydraulische Grundbruch bestimmen den Aufbau des neuen Damms. Mittels zahlreicher Baggerschlitzsondierungen hat GEOTEST das Material in den Uferbereichen sowie die Qualität des Unterbodens beurteilt. Die anschliessenden Arbeiten werden nun eng durch die Geotechniker von GEOTEST begleitet.

 


Maschinelle Uferaufweitung beider Flussseiten:


Über die gesamte Strecke sind Uferaufweitungen, ein neuer Uferschutz aus Blocksatz und die Ausbildung künstlicher Anrisse in Arbeit. Das entnommene Material wird laufend durch GEOTEST beurteilt (Materialzusammenstellung, Wassergehalt) und für die verschiedenen Dammkomponenten zugeteilt.

 


Entsorgungskonzept:


Während der Aushubarbeiten wurde unerwartet belastetes Material angetroffen. GEOTEST hat daraufhin ein Entsorgungskonzept ausgearbeitet und begleitet die Aushubarbeiten nun mit einer Altlasten-Fachperson.

 

 

 

 

 

Neue GEOTEST-Methode für die Grundwassernutzung zum Heizen und Kühlen

Die vermehrte Nutzung erneuerbarer Ressourcen ist erklärtes Ziel vieler Schweizer Kantone und Gemeinden. Zum nachhaltigen Heizen und Kühlen von...

Die vermehrte Nutzung erneuerbarer Ressourcen ist erklärtes Ziel vieler Schweizer Kantone und Gemeinden. Zum nachhaltigen Heizen und Kühlen von Gebäuden ist unter gewissen Umständen auch Grundwasser geeignet. Ob und in welchem Ausmass die nötigen Rahmenbedingungen dazu erfüllt sind, kann die neue Methode von GEOTEST aufzeigen.

 


Farbige Nebelschwaden, die über Münsingen ziehen? Nicht ganz. Was das abgebildete Modell an der Oberfläche zeigt, bleibt normalerweise im Untergrund verborgen: Grundwasser – und das in ihm schlummernde Potenzial, mit ressourcenschonenden Mitteln zu Heizen oder zu Kühlen. In welcher Tiefe und in welchen Schichten befindet sich das Grundwasser? In welche Richtung fliesst es? Wo liegt der Grundwasserspiegel? Welche Temperatur hat das Wasser? Wie schnell regeneriert sich dessen Temperatur, wenn diese durch verschiedene Grundwasserwärmepumpen minimal verändert wird? Wie müssen die Grundwasserentnahme und -rückgabe auf meinem Grundstück angeordnet sein, damit zwischen beiden kein hydraulischer Kurzschluss verursacht wird? Und kann ich eine neue Anlage installieren, ohne dabei die Nachbarschaft zu beeinträchtigen? All diese und viele weitere Fragen gilt es zu klären, wenn es darum geht, Grundwasser zu Heiz- oder Kühlzwecken zu nutzen und dabei die erforderlichen Konzessionen einzuholen. Was bisher fehlt, ist eine einheitliche Grundlage für diese Ermittlungen. Und genau das kann die neue GEOTEST-Methode liefern.


Mit der neuen, von GEOTEST entwickelten Methode wird systematisch und nachvollziehbar prognostiziert, wo wie viel Grundwasser vorhanden ist, das zum Heizen oder Kühlen nachhaltig genutzt werden kann. Ebenso liefert die Methode eine Antwort, wie die Grundwasserentnahme und -rückgabe optimal angeordnet werden können. Mitberücksichtigt werden dabei die technische Machbarkeit, die zulässige Abkühlung oder Erwärmung des Grundwassers gegenüber dem natürlichen Zustand sowie die Wahrscheinlichkeit einer Beeinträchtigung benachbarter Anlagen. Im Sinne der Übersichtlichkeit, wird auch das bereits genutzte Potenzial erhoben.


Die Ergebnisse, welche die Pilotstudie in Münsingen (BE) hervorbrachte, dienen der Behörde zukünftig als Grundlage für sämtliche Entscheide zur Bewilligung neuer Grundwassernutzungs-Konzessionen.

Zum interaktiven 3D-Modell im Geobrowser

 


Mehr zum Thema:

Kompetenz Grundwasser zur Wärmegewinnung oder Kühlung

 

 

Neuer Geschiebesammler in Schangnau

Ein von GEOTEST geplanter Geschiebesammler schützt in Schangnau zukünftig den Campingplatz sowie diverse Wohnhäuser vor Murgängen.

Ein von GEOTEST geplanter Geschiebesammler schützt in Schangnau zukünftig den Campingplatz sowie diverse Wohnhäuser vor Murgängen.


Um sich vor zukünftigen Murgängen aus dem Büetschligraben zu schützen, hat die Schwellenkorporation Schangnau die GEOTEST AG beauftragt, entsprechende Massnahmen zu erarbeiten. Ein Geschieberückhalt hat sich in diesem Fall als die effektivste Schutzmassnahme herausgestellt. Das fertige Bauobjekt weist eine Höhe von 5 Metern und eine Breite von rund 30 Metern auf. Damit können im Ereignisfall ab sofort rund 10‘000 Kubikmeter Material aufgehalten werden. Für Unterhaltsarbeiten ist eine Zufahrt in die Betonsperre integriert worden.


Zuvor stellten Murgänge aus dem Büetschligraben für zahlreiche Wohnhäuser sowie einen Campingplatz eine erhebliche Gefährdung dar. Am 23. August 1983 verursachten ein starkes Gewitter am Hohgant und ein daraus folgendes Murgangereignis mit einigen 1‘000 Kubikmetern Geschiebe Überflutungen und Ablagerungen von Geschiebe auf dem Campingplatz und in Wohnhäusern. Die Camping-Gäste mussten evakuiert werden.


Nach diesem Ereignis wurde im Büetschligraben ein kleiner Geschiebesammler mit rund 2‘000 Kubikmeter Rückhaltekubatur erstellt. Bei einem 100-jährlichen Ereignis sind am Büetschligraben aber bis zu 10‘000 Kubikmeter Geschiebe zu erwarten. Die Wohnhäuser und der Campingplatz waren mit dieser Lösung deshalb weiterhin erheblich gefährdet.


Im Juli 2014 führte ein starkes Gewitter auf der gegenüberliegenden Talseite an der Schrattenfluh zu grossen Murgängen. Mehrere 10‘000 Kubikmetern Geschiebe verursachten erhebliche Sachschäden an Infrastruktur und Wohngebäuden im Wert von mehreren Millionen Schweizer Franken. Im Einzugsgebiet des Büetschligraben waren die Niederschläge geringer und mobilisierten nur wenige 100 Kubikmeter Geschiebe, was vom alten Geschiebesammler abgefangen werden konnte.


Im Sinne der Prävention hat die Schwellenkorporation Schangnau dennoch beschlossen, adäquatere Schutzmassnahmen am Büetschligraben von GEOTEST projektieren und ausführen lassen.

Durchschlag zum Gedenktag der heiligen Barbara

Pünktlich vor dem Gedenktag der heiligen Barbara – der Schutzpatronin der Bergleute, Mineure und Geologen – konnte das Projekt „Fels“ im...

Pünktlich vor dem Gedenktag der heiligen Barbara – der Schutzpatronin der Bergleute, Mineure und Geologen – konnte das Projekt „Fels“ im Gletschergarten Luzern gestern den Durchschlag feiern.

 

Am 4. Dezember, dem Gedenktag der Schutzpatronin Barbara, ruht die Arbeit auf Tunnelbaustellen und in Bergwerken traditionsgemäss. Der Durchschlag beim Projekt „Fels“ des Gletschergartens Luzern erfolgte denn auch einen Tag vorher, am 3. Dezember 2019. So konnte der heiligen Barbara bereits gestern die Ehre erwiesen werden.

 

Die anspruchsvollen unterirdischen Ausbrucharbeiten der Kaverne mit Schachtaufstieg, die künftig als rund 40 Meter langer Erlebnisrundgang zur geologischen Erdgeschichte dienen soll, startete vor genau 15 Monaten. Bis der Felsenweg fertig ausgebaut sein wird, wird es voraussichtlich weitere zwei Jahre dauern.

 

Die GEOTEST AG hat den Gletschergarten von der Projektidee bis hin zum Bauprojekt geologisch beraten und unterstützt die Bauherrschaft auch bei der aktuellen Ausführung.

 

Zum Newsbeitrag von Tele 1