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FeldApp – Das digitale Feldbuch für Profis unterwegs

Arbeiten Sie teilweise draussen, um dort Informationen mit räumlichem Bezug festzuhalten? Dann sollten Sie unsere «FeldApp» kennenlernen!

Arbeiten Sie teilweise draussen, um dort Informationen mit räumlichem Bezug festzuhalten? Dann sollten Sie unsere «FeldApp» kennenlernen!



Das Erfassen und aufnehmen von Daten im Feld gehört zu unserer täglichen Arbeit. Genauso wie das Visualisieren von räumlichen und zeitlichen Beziehungen. Um unsere Arbeitsabläufe effizienter, einfacher und fehlerresistenter zu machen, haben wir die «FeldApp» entwickelt.  

Seit über drei Jahren nutzen unsere Geologen, Geotechniker und Ingenieure das digitale Feldbuch bei ihren Feldeinsätzen im Gelände. Beim Bauprojekt rund um die neue V-Bahn in Grindelwald werden die Daten zum ersten Mal sogar ausschliesslich mit der FeldApp erfasst. So ist sichergestellt, dass die zahlreichen Stakeholder ständig auf dem aktuellsten Stand und die Daten jederzeit auf einer gemeinsamen Plattform abrufbar sind.

Dank einheitlichen Aufnahmeformulare und der automatischen Verordnung stehen die Daten sofort in sehr guter Qualität zur Verfügung. Das Resultat: Professionellere Arbeitsprozesse, ein einfacherer Datenaustausch und optimale Vergleichbarkeit.

Nun steht die «FeldApp» – wie diverse weitere GEOTEST-Tools – auch Ihnen zur Verfügung. Wollen Sie jederzeit den Überblick über Ihr Projekt behalten? Oder brauchen Sie Ihre Felddaten um Berichte zu schreiben, Fotodokumentationen zu erstellen oder als Diskussionsgrundlage im Team? Dann kontaktieren Sie uns für ein unverbindliches Beratungsgespräch.

Mehr zur FeldApp unter: www.geotest.ch/feldapp.

Übrigens: Die Feldapp wurde vergangene Woche sogar ausgezeichnet. Am Best of Swiss Web Award verlieh ihr die Fachjury in der Kategorie «Produktivität» Silber.



Autor:

Christoph Suter leitet den Fachbereich Geoinformatik und ist seit 2012 bei GEOTEST.


Silber beim Best of Swiss Web Award!

Die FeldApp gewinnt Silber in der Kategorie „Productivity“ beim Best of Swiss Web Award.

 

Die FeldApp gewinnt Silber in der Kategorie „Productivity“ beim Best of Swiss Web Award.

Der Best of Swiss Web Award zeichnet jährlich herausragende Arbeiten aus, die von Schweizer Unternehmen in Auftrag gegeben worden oder für Schweizer Unternehmen entstanden sind und in denen der Einsatz von Webtechnologien eine Hauptrolle spielt. Im Jahr 2001 gegründet, zählt Best of Swiss Web heute bereits auch international zu den etablierten und angesehenen Awards.

Die von GEOTEST entwickelte FeldApp wurde in diesem Jahr in der Kategorie „Produktivität“ mit Silber ausgezeichnet. In dieser neu geschaffenen Kategorie werden Webprojekte bewertet, meistens mit Unternehmensinterner oder -übergreifender Anwendung, welche die Produktivität der Nutzenden verbessern – indem Arbeiten effizienter, automatisierter oder in besserer Qualität erledigt werden können. Genau die Kernkompetenzen der FeldApp!

Mehr zur FeldApp erfahren Sie hier: www.geotest.ch/feldapp

Daumen drücken!

Am Donnerstag wird’s spannend: Der Best of Swiss Web Award wird vergeben – und die GEOTEST-FeldApp ist voll im Rennen…

Am Donnerstag wird’s spannend: Der Best of Swiss Web Award wird vergeben – und die GEOTEST-FeldApp ist voll im Rennen…


Der Best of Swiss Web Award zeichnet jährlich herausragende Arbeiten aus, die von Schweizer Unternehmen in Auftrag gegeben worden oder für Schweizer Unternehmen entstanden sind und in denen der Einsatz von Webtechnologien eine Hauptrolle spielt. Damit setzt Best of Swiss Web Qualitätsstandards, fördert die Transparenz in einer noch jungen Branche und gibt ihr ein Gesicht. Im Jahr 2001 gegründet, zählt Best of Swiss Web heute bereits auch international zu den etablierten und angesehenen Awards. Die Wettbewerbsprojekte können in insgesamt elf verschiedenen Fachkategorien eingereicht werden.

 

Mit im Rennen ist auch die FeldApp – das digitale Feldbuch der GEOTEST AG. Auf der Shortlist steht sie in der Kategorie „Produktivität“. In dieser neu geschaffenen Kategorie bewertet die Fachjury Webprojekte, meistens mit Unternehmensinterner oder -übergreifender Anwendung, welche die Produktivität der Nutzenden verbessern – indem Arbeiten effizienter, automatisierter oder in besserer Qualität erledigt werden können. Genau die Kernkompetenzen der FeldApp also!


Die Best of Swiss Web Award Night findet am Donnerstagabend, 22. Oktober 2020 in Dübendorf statt.


Hier geht’s zur Shortlist 2020

Mehr Infos unter www.bestofswissweb.swiss und www.geotest.ch/feldapp.

Wechsel in der Leitung der GEOTEST-Filiale Zürich

Seit September wird die GEOTEST-Filiale in Zürich von Dr. Ulrich Jörin geleitet. Ulrich Jörin ist promovierter Geologe und verfügt über langjährige...

Seit September wird die GEOTEST-Filiale in Zürich von Dr. Ulrich Jörin geleitet. Ulrich Jörin ist promovierter Geologe und verfügt über langjährige Erfahrungen im Bereich von Baugrunderkundungen, Hydrogeologie und Baubegleitungen von Tunnelbauten. Er weist als Projektleiter und Teamleiter umfassende Führungserfahrung auf und ist in Zürich und Umgebung bestens vernetzt. 


Ulrich Jörin.


Der bisherige Filialleiter, Reto Hollenweger, kann sich dadurch wieder voll auf seine Expertentätigkeit und unsere anspruchsvollen Geotechnik-Projekte konzentrieren. Er arbeitet weiterhin vom Standort Zürich aus und betreut Projekte in der ganzen Schweiz. Reto Hollenweger unterstützt Ulrich Jörin ab sofort als stellvertretender Filialleiter.

Wir sind überzeugt, dass wir mit diesem Schritt die Filiale Zürich ideal ergänzen und eine erfolgreiche Entwicklung sicherstellen können.

Erdwärmenutzung: Lohnt sich eine Probebohrung?

Für das nachhaltige Heizen und Kühlen mittels Geothermie sind bei grösseren Anlagen meistens mehrere Erdwärmesonden nötig. Für eine effiziente...

Für das nachhaltige Heizen und Kühlen mittels Geothermie sind bei grösseren Anlagen meistens mehrere Erdwärmesonden nötig. Für eine effiziente Dimensionierung eines solchen Erdwärmesondenfeldes empfiehlt es sich, eine Probebohrung durchzuführen. Diese erspart später unnötige und teure Bohrmeter und sichert eine langfristige, reibungslose Nutzung.




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Die untiefe bzw. oberflächennahe Erdwärmenutzung ist inzwischen eine etablierte Technologie. Selbst grosse Gebäudekomplexe können so beheizt und gekühlt werden. Dabei wird die Thermik des untiefen Untergrundes – also des Untergrundes bis 500 Meter unter der Oberfläche – genutzt. Um später keine unliebsamen Überraschungen zu erleben, lohnt es sich, in eine sorgfältige Planung zu investieren.

Erdwärmesonden als unerschöpfliche Wärmequelle?


Jein. Zwar fliesst die Erdwärme aus dem Erdinnern tatsächlich immer wieder nach, aber je nach Leitfähigkeit des Untergrundes unterschiedlich schnell. Bei falscher oder schlechter Planung kann es deshalb vorkommen, dass die Erdwärme am Projektstandort lokal plötzlich «erschöpft» ist – und die entsprechende Erdwärmesonden nicht mehr genügend Wärme aufnehmen kann. In diesem Fall verringert sich die Effizienz der Wärmepumpe, wodurch mehr Strom für den Betrieb des Systems erforderlich wird. Im schlimmsten Fall muss temporär auf alternative Heizmethoden umgestellt werden, bis sich der Untergrund wieder natürlich regeneriert und erwärmt hat. Die Kosten für die Sanierung einer unterdimensionierten Anlage übersteigen die Kosten für eine saubere Planung bei Weitem.



Um einem solchen Szenario vorzubeugen, simulieren wir in einem Modell die Wärmeverhältnisse im Untergrund bei der erwarteten Nutzung über mehrere Jahrzehnte in die Zukunft. Nur wenn wir sehen, dass der Untergrund auch nach 50 Jahren noch genügend Wärme abgeben kann, ist eine weitere Planung sinnvoll.

Eine Probebohrung mit den entsprechenden Tests und Modellierungen ist aber noch aus einem weiteren Grund sinnvoll: Findet diese nicht statt, müssen die Erdwärmesonden mit einer gewissen Sicherheitsreserve eingebaut werden. Da der grösste Kostenfaktor die Bohrkosten sind, die pro Laufmeter verrechnet werden, wird dies schnell teuer. Die zusätzlichen Kosten einer Probebohrung werden also höchstwahrscheinlich später wieder eingespart, indem weniger Bohrmeter nötig sind.

Bei komplexen Untergrundverhältnissen und grösseren Anlagen ab vier Erdwärmesonden empfehlen wir deshalb in jedem Fall die Durchführung einer Probebohrung.

In komplexeren Fällen dient eine Probebohrung zudem für das Bewilligungsverfahren.



Welche Messungen werden bei einer Probebohrung durchgeführt?

Weil der Untergrund von Natur her heterogen ist, sind Messung am Standort der Bauvorhaben und im Massstab der Anlage notwendig. Grundsätzlich geht es dabei darum, die genaue Bodentemperatur über die Länge der Sonde sowie die Wärmeleitfähigkeit des Untergrunds zu ermitteln. Damit werden viele Unsicherheiten aus dem Weg geräumt und die Planung massgeblich erleichtert.

Unsere Methoden im Detail:

  • Geologische Begleitung: Die geologische Begleitung der Probebohrung ist sehr wichtig.

  • In-Situ Messungen: Zu den sogenannten «in-Situ» Messungen – also Messungen, welche unmittelbar bei der Probebohrung vor Ort aufgenommen werden – gehören folgende Tests:

  • TRT: Mit einem Thermal Response Test (TRT) wird einerseits die Wärmeleitfähigkeit des Untergrunds und andererseits die Fähigkeit der Erdwärmesonde, die Wärme zu übertragen, ermittelt. Dabei wird über die Sondenflüssigkeit Wärme in den Untergrund injiziert und deren Temperaturveränderung überwacht.

  • DTS: Beim Distributed Temperature Sensing (DTS) wird ein Glasfaserkabel in die Probebohrung verlegt. Anschliessend wird in Laser-Puls in das Glasfaserkabel gesendet und das im Kabel gestreute und reflektierte Signal mit einem Messgerät erfasst. Die Auswertung erlaubt die Bestimmung der Temperatur auf der ganzen Länge des Glasfaserkabels. Das Kabel dient nach der Fertigstellung des Sondenfeldes zudem zur permanenten Überwachung der Anlage.

  • GEOsniff: Bei dieser Methode wird ein kabelloses, kugelförmiges Messgerät direkt in die Sonde eingeführt. Während dieses langsam an den Fuss der Erdwärmesonde sinkt, werden über die gesamte Länge der Sonde Temperatur und Druck gemessen. Anschliessend wird das Gerät durch Einpumpen von Wasser in das U-Rohr wieder herausgespült. So können wir die vertikale Verteilung der Temperatur messen.

  • E-TRT: Mit der Kombination von DTS- und TRT-Messung können wir zusätzlich einen sogenannten erweiterten Thermal Response Test (E-TRT) ausführen. Dieses spezielle Verfahren erlaubt die Bestimmung eines Profils der Wärmeleitfähigkeit. Dadurch kann die Anlage weiter optimiert werden.

  • Simulierung: Mit all diesen ermittelten Untergrundkennwerten führen wir schliesslich eine Simulation für die geplante Lebensdauer der gesamten Anlage durch und berechnen die Dimensionen der Anlage. Dabei werden, neben den thermischen und geologischen Eigenschaften des Untergrunds, auch die Nutzung der Gebäude sowie die Eigenschaften der geplanten Wärmepumpe berücksichtigt. Mit der Dimensionierung stellen wir sicher, dass die minimale Temperatur in der Anlage die von der Norm vorgeschriebene minimale Temperatur während der Lebensdauer nicht unterschreitet. So können wir neben der Sondenlänge die genaue Anzahl sowie den optimalen Abstand zwischen den Erdwärmesonden ermitteln.


Die Vorteile einer Erdwärmesondenanlage im Überblick:

  • Die Betriebs- und Unterhaltskosten sind gering – und zudem unabhängig von Preisschwankungen.
  • Erdwärmesonden sind klimafreundlich und erneuerbar.
  • Erdwärme ist wetterunabhängig.
  • Die Versorgung ist lokal sichergestellt und unabhängig von Lieferungen aus dem Ausland.


Tipps für eine erfolgreiche Erdwärmenutzung:

  • Auf der interaktiven Erdwärmesondenkarte kann geprüft werden, ob am gewünschten Standort eine Erdsondenbohrung erlaubt ist. Wichtig: Auch in den «grünen Zonen» ist eine Bewilligung des zuständigen Amtes notwendig.
  • Für eine Erdwärmenutzung in den gelben Zonen muss beim zuständigen Amt eine Voranfrage getätigt und allenfalls ein geologisches bzw. hydrogeologisches Gutachten erstellt werden. Erlauben die örtlichen Verhältnisse aufgrund der Untersuchungsresultate die Erdwärmenutzung, kann das Amt diese bewilligen.
  • Frühzeitige Planung: Das ganze Verfahren bis zur Fertigstellung eines Sondenfeldes braucht Zeit! Wir empfehlen daher, die Probebohrung, die in-situ Messungen und die Dimensionierung frühzeitig vorzunehmen, idealerweise im Rahmen der Vorstudie oder spätestens bei der Projektierung.

 

 

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