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Mehrwert Gesamtlösung

Gesamtprojektleitung, Bauleitung, Fachbauleitung. Dass für den Auftraggeber vieles einfacher wird, wenn Koordination und Ausführung als Gesamtlösung...

Gesamtprojektleitung, Bauleitung, Fachbauleitung. Dass für den Auftraggeber vieles einfacher wird, wenn Koordination und Ausführung als Gesamtlösung aus demselben Hause kommen, zeigt ein kürzlich fertiggestelltes Sanierungsprojekt in Biel.

Alles aus einer Hand: Die GEOTEST AG hat kürzlich als Gesamtprojektleiterin die Sanierung eines schadstoffhaltigen Gebäudes, den Rückbau sowie den Aushub des belasteten Untergrunds an einem Industriestandort in Biel koordiniert. Bei der Sanierung und dem Aushub lag auch die Fachbauleitung bei GEOTEST. Dazu kam die Beweissicherung der Baustelle, welche durch Rissaufnahmen und Erschütterungsmessungen sichergestellt wurde. Neben der Bauleitung kümmerten wir uns zudem um die altlastenrechtliche Voruntersuchung, den Gebäudecheck, das Baugesuch und die Ausschreibungen.



Dank den überschaubaren Schnittstellen und einer kontinuierlichen Absprache mit dem Amt für Wasser und Abfall (AWA)  konnte der extrem knappe Endtermin eingehalten werden – und die Parzelle mit erfolgtem Austrag aus dem Kataster der belasteten Standorte an den Grundeigentümer übergeben werden.



«Der grosse Vorteil einer solchen Gesamtlösung liegt darin, dass die meisten Schnittstellen firmenintern liegen. Die kurzen Wege machen uns extrem flexibel. Nur so war es möglich, in so knapper Zeit ein derart vielschichtiges Projekt abzuschliessen. Unsere Erfahrungen in der Gesamtprojektleitung wollen wir nutzen, um weitere komplexe Projekte unserer Kunden voran zu bringen.»

Dominic Rosch, Gesamtprojektleiter, GEOTEST AG


«Das Projekt war mit der FA. Geotest AG in guten Händen. Sie hatten jederzeit den Überblick und das nötige Wissen. Wir haben es sehr geschätzt, einen Ansprechpartner für das Gesamtprojekt zu haben.»

Raffaele Caruso, Auftraggeber, Cendres + Métaux SA

Naturgefahren an der Axenstrasse: Ein Blick hinter die Kulissen

Um Infrastrukturen mit den effizientesten Massnahmen vor Naturgefahren schützen zu können, muss man den geologischen Prozess dahinter verstehen. Genau...

Um Infrastrukturen mit den effizientesten Massnahmen vor Naturgefahren schützen zu können, muss man den geologischen Prozess dahinter verstehen. Genau damit setzen wir uns täglich auseinander – zum Beispiel rund um das Risikomanagement an der Axenstrasse.

Wenn Personen oder Infrastrukturen von Naturprozessen gefährdet sind, nennt man das «Naturgefahren». Unsere Aufgabe ist es, diese Gefahren und Risiken richtig zu beurteilen, indem wir die geologischen Prozesse dahinter verstehen. Dadurch können wir Schutzmassnahmen empfehlen, welche effizient und zielführend sind – wie zum Beispiel im Gumpischtal, unserem derzeit akutesten Projekt an der Axenstrasse.



Als am 7. Januar 2019 oberhalb des Gumpischtals am Urnersee eine grosse, überhängende Felspartie abgebrochen ist, konnte der Verkehr unten auf der Axenstrasse unbehelligt weiterfahren. Die abgebrochene Felsmasse schlug rund 500 Höhenmeter oberhalb der Strasse auf, wurde teilweise richtiggehend zermahlen und in einzelne Blöcke unterschiedlicher Grössen verkleinert. Diese Sturzmasse lagerte sich im Gumpischtal bis rund 50 m oberhalb der Axenstrasse ab. Bis auf die Strasse schaffte es aber glücklicherweise kein Block.



Die abgelagerte Schuttmasse hat die Gefahrensituation auf der Axenstrasse im Bereich des Gumpischtals grundlegend verändert. Weshalb? Weil starke Niederschläge Murgänge auslösen können. Diese können entweder selbst bis zur Strasse gelangen oder Blockschläge verursachen, welche die Strasse erreichen. Das durch den Felssturz abgelagerte Material ist somit zu einer neuen Prozessquelle geworden. Bis heute kam es aus diesen Ablagerungen zu drei grösseren Ereignissen. Zuletzt in der Nacht auf den 3. Oktober 2019, als mehrere Schübe eines Murgangs bis in den Urnersee reichten.

Im Auftrag des Bundesamts für Strassen ASTRA sind wir mit dem Risikomanagement, dem Sicherheitskonzept der Bauarbeiten sowie der Mitarbeit bei der Massnahmenplanung betraut worden. Der Auftrag ist aus geologischer Sicht extrem spannend: Wie verhält sich die Schuttmasse in Zukunft? Gibt es Hohlräume zwischen der Schuttmasse, die durch Regengüsse aufgefüllt werden könnten? Kann sich das Material dadurch – beispielsweise in der nächsten Gewittersaison – reaktivieren und kann es daraus erneut zu grösseren Murgängen kommen? Oder entleeren sich die Sturzablagerungen wie erhofft portionenweise in vielen, kleineren Murgängen, so dass die Gefährdung kontinuierlich abnimmt?



Um Veränderungen frühzeitig zu erkennen, inspizieren wir die Situation im Gumpischtal regelmässig vor Ort – zum Beispiel mit Drohnenflügen.

Die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer ist heute zudem durch diverse Steinschlagnetze, die Sprengung der heikelsten Felsblöcke, einen massiven Ablenkdamm und nicht zuletzt durch eine vollautomatische Überwachungs- und Alarmanlage sichergestellt. Diese funktioniert anhand von zwei Alarmierungslinien: Wird bei der oberen Alarmierungslinie eine Bewegung mit einer gleichzeitigen Erschütterung festgestellt, wird die Axenstrasse mittels einer Ampel automatisch gesperrt. Handelt es sich bei dem auslösenden Ereignis um einen Felsblock, bleiben dann rund 20 Sekunden, bis dieser – sollte er soweit kommen – die Axenstrasse erreicht. Erreicht er die zweite Alarmierungslinie weiter talwärts hingegen nicht – was bei den allermeisten bislang beobachteten Ereignissen der Fall war –, schaltet die Ampel nach wenigen Minuten automatisch auf grün, so dass die Strasse wieder entsperrt wird.


Wird die zweite Alarmierungslinie wenig über der Strasse aber erreicht, so bleibt die Strasse vorerst gesperrt und es ist eine Lagebeurteilung vor Ort notwendig. In diesem Fall begeben wir uns jeweils so schnell wie möglich vor Ort. Am Wochenende haben wir dafür extra einen Pikettdienst eingerichtet. Wir beurteilen dann, was aus geologischer Sicht passiert ist und vor allem, was noch passieren kann. Wir besprechen unsere Einschätzung dann unmittelbar vor Ort mit Vertretern des ASTRA, des Amtes für Betrieb Nationalstrassen AfBN, der Polizei und eventuell des Kantons und geben Empfehlungen ab. Die Behörden entscheiden anschliessend, welche weiteren Massnahmen getroffen werden sollen, - zum Beispiel eben ob die Axenstrasse gesperrt bleibt oder nicht.




Autor:
Jan Nagelisen ist Ingenieurgeologe und arbeitet seit 2012 bei GEOTEST Horw.

Die Räumung im Räbloch hat begonnen

Seit fast sechs Jahren ist die unter Naturschutz stehende Räblochschlucht mit geschätzten 1700 Kubikmetern Schwemmgut verstopft. Nun ist die nicht...

Seit fast sechs Jahren ist die unter Naturschutz stehende Räblochschlucht mit geschätzten 1700 m3 Schwemmgut verstopft. Nun ist die nicht alltägliche Baustelle vollständig installiert und die  Räumungsarbeiten können losgehen.



Jetzt ist auch der Hauptakteur eingetroffen: Der Schienenkran, der auf den letzten 800 Metern bis zu seinem neuen Arbeitsplatz per Seilbahn transportiert wurde, ist ab sofort einsatzbereit. Er ist bereits an die vorbereiteten Schienen montiert und hat schon die ersten Holzstücke in die bereitstehenden Mulden verfrachtet.


Die Räumung ist nun also definitiv im Gange, womit Phase 2 des Projekts eingeläutet ist. Damit ist ein wichtiger Meilenstein erreicht und alle Propjektbeteiligten sind froh, dass die Baustelleninstallation in Phase 1 so problemlos durchgezogen werden konnte.


Mehr zum Projekverflauf unter www.geotest.ch/raebloch.

Gleisschotteruntersuchungen mit Georadar

Georadarmessungen ermöglichen zerstörungsfrei flächendeckende Einblicke in den untiefen Untergrund – zum Beispiel entlang eines Bahntrasses. Für eine...

Georadarmessungen ermöglichen zerstörungsfrei flächendeckende Einblicke in den untiefen Untergrund – zum Beispiel entlang eines Bahntrasses. Für eine effizientere und genauere Abwicklung hat GEOTEST das Ganze auf Schienen verlegt.

Will beispielsweise ein Bahnbetreiber die geologischen Grundlagen seiner Bahnstrecke erheben lassen, ist Georadar die Methode der Wahl. Das Prinzip ist dabei ähnlich wie beim Echo-Lot, wobei elektromagnetische Wellen anstelle von Schallwellen zum Einsatz kommen.



Die elektromagnetischen Wellen werden an signifikanten Materialübergängen – wie Schotter/Unterbau oder Unterbau/Fels – reflektiert und laufen zurück zum Empfangsgerät an der Oberfläche. Durch Aneinanderreihen des reflektierten Messsignals erhält man ein lückenloses Tiefen-Abbild des Untergrunds entlang der befahrenen Strecke – ein sogenanntes Radargramm.

Im Falle einer Bahnstrecke kann die Georadar-Messung durch einen fahrenden Untersatz erleichtert und, durch den immer gleichbleibenden Abstand zum Boden, präzisiert werden. Das GEOTEST-Messteam hat deshalb kürzlich einen ebensolchen fahrbaren Georadar-Untersatz konstruiert.



Das Resultat lässt sich sehen: Das Gefährt ist stabil, effizient und dank verstellbaren Achsen auf allen Spurbreiten anwendbar. Eine Antenne speichert zudem jederzeit das GPS-Signal, so dass die Messungen anschliessend exakt lokalisiert werden können.

Anhand der so aufgezeichneten Radargramme kann anschliessend beispielsweise die Mächtigkeit des Schotters bestimmt werden. Zudem werden «Inhomogenitäten» wie verbaute Leitungen, Sockel, etc. und Hinweise auf mögliche Fehlstellen im Gleisbett auf einen Blick ersichtlich.

 

 

Tastbohrungen am «Spitze Stei» erfolgreich abgeschlossen

Im Sommer 2018 sind am «Spitze Stei» oberhalb des Oeschinensees bei Kandersteg Felsbewegungen von rund 20 Mio. Kubikmetern beobachtet worden. Seither...

Im Sommer 2018 sind am «Spitze Stei» oberhalb des Oeschinensees bei Kandersteg Felsbewegungen von rund 20 Mio. Kubikmetern beobachtet worden. Seither wird das Gebiet zum Schutze der Bevölkerung überwacht. GEOTEST ist für das Gefahrenmanagement zuständig.

Als Grundlage für das Gefahrenmanagement am «Spitze Stei» hat GEOTEST das geologische Prozessmodell erarbeitet sowie Prozessräume und zu erwartende Intensitäten für verschiedene Abbruchszenarien modelliert. Im Rahmen der geologischen Untersuchungen wurden im Winter 2020 vier Tastbohrungen im Rutschgebiet abgeteuft. GEOTEST koordinierte das Projekt und verantwortete die Aufnahme und Instrumentierung der Bohrungen.



Die zwischen 2’400 und 2’900 m ü. M. gelegenen Bohrungen fanden zwischen Februar und März 2020 statt, um das jährliche Zeitfenster mit den kleinsten Bewegungsraten zu nutzen und damit die Erfolgschancen der Bohrungen und die Sicherheit der Feldmannschaft zu erhöhen. Neben der ohnehin herausfordernden Logistik einer Hochgebirgsbaustelle erforderten die Winterarbeiten zusätzliche Sicherheitsmassnahmen, beispielsweise im Hinblick auf die Lawinengefahr. Sämtliche Sicherheitsvorkehrungen wurden von GEOTEST geplant und koordiniert.

Die 30 bis 40 m tiefen Bohrlöcher wurden mit Kameras befahren und mit Inklinometerrohren, Temperaturmessketten und Wasserdrucksensoren bestückt. An den verschiedenen Bohrstandorten zeigten sich grosse Unterschiede in Bezug auf Gesteinsbeschaffenheit, Klüftung, Eisgehalt und Bodentemperaturen. Mit Hilfe der Untersuchungen konnten Schichtgrenzen, mögliche Rutschflächen sowie unterschiedliche Permafrostausprägungen identifiziert werden. Die Resultate ermöglichten eine Präzisierung des bestehenden Prozessmodelles und somit eine Verbesserung der Entscheidungsgrundlage für das Gefahrenmanagement.



Auftraggeber der Untersuchungen sind die Einwohnergemeinde Kandersteg und das Amt für Wald und Naturgefahren, Abteilung Naturgefahren, des Kantons Bern.

 

 

 

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