Das Projekt › Räbloch › geotest

 

Das Projekt

Der Hintergrund:

Am 24. Juli 2014 erlebte das Emmental ein Jahrhunderthochwasser. In der Gemeinde Schangnau entstanden dabei Sachschäden in Millionenhöhe, in der Räblochschlucht verursachte das mitgeführte Schwemmholz eine sogenannte Verklausung. Das Material, das nebst Holz auch aus nicht näher quantifizierbaren Mengen von Unrat, Öl und Schmierstoffen besteht, verstopft seit dem Hochwasserereignis die enge Schlucht und stellt damit ein Risiko für die Gemeinden Schangnau und Eggiwil dar.

Fünf Gründe für die Räumung:

  • Bei Hochwasser besteht eine grosse Gefahr, dass sich im Räbeli in Schangnau durch den Rückstau der Emme erneut ein See bildet.
  • Im Extremfall könnte sich die Verklausung bei Hochwasser selbständig lösen, was eine Flutwelle in der Emme auslösen würde.
  • Der Kiestransport durch das Räbloch ist durch die Verklausung eingeschränkt, was zu Auflandungen und Hochwasserschutzproblemen im Räbeli führt.
  • Angeschwemmter Unrat kann zu Umweltverschmutzung in einem sensiblen Naturschutzgebiet führen.
  • Das Räbloch soll auch als Naherholungsraum wieder genutzt werden können.


Das Vorhaben:

Die Verklausung in der Räblochschlucht soll nun entfernt werden. Die geschätzten ca. 1700 m3 Schwemmgut im Räbloch sowie die ca. 500 m3 Schwemmholz oberhalb des Räblochs werden mittels Schienenkran und Teleskopgreifarm aus der Schlucht entfernt. Sämtliche vorgesehenen baulichen Massnahmen sind minimalinvasiv. Das aus der Schlucht entfernte Material wird in Mulden vorsortiert und mithilfe einer Seilbahn auf den Jodershubel gebracht. Dort wird das Material feinsortiert und abtransportiert.

Nach Abschluss der Räumungsarbeiten werden die technischen Installationen zurückgebaut und das Räbloch im Naturzustand hinterlassen. Einzig die Verankerungen von Seilbahn und Schienenkran bleiben für eine allfällige künftige Räumung bestehen.

Zum Situationsplan (PDF)


 

 

 

 

Projektleitung

Contact:

Severin Schwab
E-Mail

Bauleitung

Contact:

Patrick Baer
E-Mail

Auftraggeberin: Gemeinde Eggiwil