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Schlechter Boden? Das können wir ändern!

Wenn eine effiziente landwirtschaftliche Nutzung nicht mehr gewährleistet ist, kann eine Terrainveränderung Abhilfe schaffen. So wie auf der «Huser...

Wenn eine effiziente landwirtschaftliche Nutzung nicht mehr gewährleistet ist, kann eine Terrainveränderung Abhilfe schaffen. So wie auf der «Huser Allmend», zwischen Rifferswil und Hausen am Albis.


Die «Huser Allmend», welche erst jahrzehntelang intensiv zur Torfgewinnung und seit den 1950er Jahren landwirtschaftlich genutzt worden ist, stellt deren Besitzer zunehmend vor Probleme: Der Boden sackt. Dadurch wird der Abstand zwischen Grundwasserspiegel und Bodenoberfläche geringer, was zu einer zunehmenden Vernässung führt. Dies wiederum hemmt das Wurzelwachstum der kultivierten Pflanzen und schränkt die Tragfähigkeit des Bodens bei Saat, Pflege und Ernte stark ein.



Landeskarte (Swisstopo) mit markiertem Projektperimeter.


Orthofoto (Swisstopo 2015) mit markiertem Projektperimeter.


Die Lösung des Problems skizzierte ein – mit Beteiligung von GEOTEST erstelltes – Vorprojekt: Eine längerfristige landwirtschaftliche Nutzung kann am besten über eine grossflächige Terrainveränderung mit Einbau von mineralischem Unterboden- und Untergrundmaterial sichergestellt werden.

Das heisst konkret: Der Einbau von rund 1.4 Mio. m³ Untergrund- und 160'000 m³ Unterbodenmaterial auf einer Fläche von rund 30 Hektaren soll die nötigen Anforderungen an die Fruchtfolgeflächen (FFF) in Zukunft sicherstellen. Die angepasste Geländeform soll zudem eine optimale Entwässerung der neu angelegten Böden ermöglichen.


Ausschnitt des geplanten Bodenprofils gemäss Vorprojekt.


Als ökologischer Ausgleich sind im Projektperimeter zusätzlich eine Bachrevitalisierung
und in der nahe gelegenen Gemeinde Knonau durch die Aufwertung von Feucht- und Moorstandorten eine Regeneration des «Büelimoos» vorgesehen.

Im Auftrag der Meliorationsgenossenschaft Huser Allmend soll nun für die «Bodenverbesserung Huser Allmend» und die «Regenerationsmassnahmen Büelimoos» in den kommenden 8 bis 10 Jahren ein bewilligungsfähiges Bauprojekt erarbeitet, die Bauarbeiten ausgeschrieben und deren Ausführung begleitet werden. GEOTEST kümmert sich im beauftragten Projektteam unter der Leitung der ilu AG um sämtliche bodenkundliche Belange und Fragen des Baugrunds.


Überblick über den Projektperimeter Huser Allmend (Bild: ilu AG).

Herausforderungen


Die Detailprojektierung bewegt sich im Spannungsfeld verschiedenster Aspekte und Bedürfnisse. Mit einem effizienten Bodenverwertungskonzept können beispielsweise die notwendige Menge an zuzuführendem Bodenmaterial und dadurch die damit verbundenen LKW-Fahrten reduziert werden. Gleichzeitig muss aber gewährleistet werden, dass das oberste Projektziel – die langfristige Sicherstellung der landwirtschaftlichen Nutzung auf der Huser Allmend – erreicht werden kann.


Stark vernässte Torflagen im Untergrund.



Die wichtigsten bodenkundlichen Begriffe kurz erkärt:


Oberboden:

Humose, häufig stark durchwurzelte und belebte oberste Bodenschicht.

Unterboden:

Unterer Bereich des Bodens, der nicht oder nur gering humushaltig ist, der nur gering durchwurzelt und kaum belebt ist, in dem aus dem Oberboden ausgewaschene Stoffe angereichert werden und in dessen tiefstem Teil die Verwitterung des darunter anstehenden Gesteins stattfindet.

Untergrund:

Unverwittertes geologisches Ausgangsmaterial.

Fruchtfolgefläche (FFF):

Dabei handelt es sich um das qualitativ bestgeeignete ackerfähige Kulturland. Deren Erhalt wird in der Schweiz über besondere Schutzbestimmungen sichergestellt.



In den vergangenen Jahren hat GEOTEST viel Erfahrung bei der Erhebung von Bodeninformationen, bei der Eignungsprüfung potenzieller Bodenaufwertungsflächen und bei der Projektierung sowie der Begleitung von landwirtschaftlichen Bodenaufwertungen gemacht. Gerne unterstützen wir auch Sie bei Ihrem Projekt – vom Zeitpunkt der Projektidee, über die Baueingabe bis hin zur bodenkundlichen Abnahme nach der Ausführung.

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Gefährdungsabschätzung bei Deponien

Alle Deponien, welche vor 2016 in Betrieb genommen worden sind, müssen gemäss der Abfallverordnung VVEA zur Erneuerung der Betriebsbewilligung einer...

Alle Deponien, welche vor 2016 in Betrieb genommen worden sind, müssen gemäss der Abfallverordnung VVEA zur Erneuerung der Betriebsbewilligung einer Gefährdungsabschätzung unterzogen werden. Nun hat das Bundesamt für Umwelt die definitive Vollzugshilfe veröffentlicht.


Seit dem 1. Januar 2016 gilt in der Schweiz die Abfallverordnung VVEA. Gemäss der Verordnung muss für alle Deponien, welche vor 2016 in Betrieb genommen worden sind, zur Erneuerung der Betriebsbewilligung oder aber bis spätestens am 31. Dezember 2020 eine Gefährdungsabschätzung durchgeführt werden. Seit Anfang 2020 steht nun die definitive Vollzugshilfe des Bundesamts für Umwelt (BAFU) zur Durchführung der Gefährdungsabschätzung zur Verfügung.


Gefährdungsabschätzung bei Deponien zur Erneuerung der Betriebsbewilligung (Abbildung aus der Vollzugshilfe des BAFU).

Was bedeutet dies für Deponiebetreiber?


Betreiber einer Deponie oder eines Kompartiments, welche vor 2016 in Betrieb genommen worden sind, müssen einen Gutachter– z. B. GEOTEST– mit der Durchführung der Gefährdungsabschätzung beauftragen. Diese Gefährdungsabschätzung beinhaltet drei aufeinander aufbauende Abklärungsstufen: Eine Vorprüfung, eine Hauptprüfung und eine Detailprüfung.


Je nach Deponie müssen allerdings nicht alle drei Stufen durchlaufen werden: Für unkritische Fälle ist die Vorprüfung in den meisten Fällen ausreichend. Unkritisch sind typischerweise Typ A Deponien oder Typ A und B Deponien im Gewässerschutzbereich üB (übriger Bereich). Als kritisch gelten hingegen beispielsweise Deponien der Typen C bis E. Für diese ist mindestens eine Hauptprüfung notwendig. Eine Detailprüfung schliesslich muss dann durchgeführt werden, wenn potentiell schädliche Auswirkungen der Deponie auf die Umwelt mit der Hauptprüfung nicht ausgeschlossen werden können.


GEOTEST – Ihr Gutachter


In den letzten zwei Jahren hat die GEOTEST AG Gefährdungsabschätzungen für sämtliche Deponietypen und in allen drei Abklärungsstufen durchgeführt (teilweise noch basierend auf dem Anhörungsexemplar der Vollzugshilfe). Gerne lassen wir unsere langjährige Erfahrung im Zusammenhang mit Deponien auch in Ihr Projekt einfliessen!


Sind Sie Deponiebetreiber und ist die Gefährdungsabschätzung für Ihre Deponie noch ausstehend? – Wir helfen Ihnen gerne weiter. Mehr dazu.


Zur offiziellen Vollzugshilfe («Modul: Deponien»)

 

 

Das Räbloch ist frei!

Nach sieben Wochen Räumarbeiten ist das Räbloch seit heute wieder komplett frei. Die letzten Stämme sind von Tauchern mit einer hydraulischen Säge...

Nach sieben Wochen Räumarbeiten ist das Räbloch seit heute wieder komplett frei. Die letzten Stämme sind von Tauchern mit einer hydraulischen Säge zerkleinert und schliesslich aus über 7 Metern Tiefe aus dem Flussbett geholt worden.


Gestern Mittwoch hat die Schlussabnahme der Räbloch-Räumung mit einer eigens dafür entwickelten Konstruktion stattgefunden: Eine Unterwasser-Kamera wurde an den Schienenkran befestigt und auf einer Tiefe von bis zu 8 Metern durch das Räbloch gesteuert. Auf diesen Aufnahmen war erkennbar, dass ein letzter grosser Stamm samt Wurzelstock immer noch auf einer Tiefe von rund 7 Metern festklemmte.

Um diesen letzten Stamm zu bergen, kamen heute Donnerstag Taucher der Firma taf Taucharbeiten aus Lyss zum Einsatz. Sie befestigten Ketten um den Stamm, um diesen anschliessend mit einer hydraulischen Säge zu zertrennen. So können wir heute mit Stolz verkünden: Das Räbloch ist wieder frei!

Nun beginnen die Rückbauarbeiten der gesamten Installationen. Bis in rund drei Wochen wird man von den technischen Installationen nichts mehr sehen – bis auf die 10 bis 15 cm aus der Wand ragenden Anker für den Schienenkran.

An dieser Stelle möchten wir den Arbeitern von Stoller & Lauber und von Lauber FST herzlich für ihre exzellente Arbeit auf dieser herausfordernden Baustelle danken.

Wir weisen darauf hin, dass sowohl die Emme im Baustellenbereich als auch der Wanderweg nach wie vor gesperrt sind. In den nächsten Wochen stehen wiederum sehr gefährliche Arbeiten am Seil an. Deshalb bitten wir, das Betretungsverbot des Baustellenbereichs bis auf Weiteres strikt einzuhalten.

Wenn ein Dorf rutscht – und was Geophysik damit zu tun hat

Kann die immer schneller werdende Rutschung in Brienz GR gestoppt werden? Die geophysikalischen Untersuchungen von GEOTEST sollen helfen, Antworten zu...

Kann die immer schneller werdende Rutschung in Brienz GR gestoppt werden? Die geophysikalischen Untersuchungen von GEOTEST sollen helfen, Antworten zu finden.

Das Bergdorf Brienz im Kanton Graubünden rutscht immer schneller in Richtung Albulatal  – aktuell mit einer Geschwindigkeit von bis zu einem Meter pro Jahr. Das ist problematisch. Zusätzlich zu den betroffenen Bewohnern gilt es auch wichtige Infrastrukturen wie die Bahnlinie, Hochspannungsleitung und Kantonsstrasse zu schützen, denn diese Elemente rutschen mit.


Aufgrund der grossen Bewegungsraten hat die Gemeinde gemeinsam mit dem Kanton entschieden, Aufbau und Mechanismus der riesigen Rutschmasse genauer untersuchen zu lassen. Dafür müssen neben den Resultaten von gezielten Tiefbohrungen so viele räumliche Erkenntnisse wie möglich zusammengetragen werden. Es stellt sich dabei einerseits die Frage nach der horizontalen Abgrenzung der Rutschmasse und andererseits nach dem Verlauf und der Tiefenlage der Gleitfläche.

Die Hauptschwierigkeit liegt dabei in der grossen Mächtigkeit der Rutschmasse: Es interessieren die geologischen Schichten vom oberflächennahen Bereich bis in ca. 250 Meter Tiefe gleichermassen. Abgesehen von der ungewöhnlichen Grösse des Rutsches, sind wir mit dieser Aufgabenstellung aber bestens vertraut: Die Suche nach verschiedenen Gleit- und Bewegungshorizonten sowie deren lateralen Abgrenzungen gegenüber dem stabilen Untergrund gehören zu unseren Kernkompetenzen.



In Brienz wurden wir damit beauftragt geophysikalische Untersuchungen durchzuführen. Insgesamt haben wir dort fünf seismische Profile mit einer Gesamtlänge von 8'500 m und einer Erkundungstiefe von 250 m aufgenommen. Die angewandten hybridseismischen Messungen, bestehend aus Refraktionstomographie und Reflexionsseismik, sind besonders zur Lösung von komplexen geologischen Fragestellungen gut geeignet. Sie visualisieren den geologischen Schichtaufbau im Untergrund hochauflösend. Zusätzlich liefern geoelektrische Untersuchungen genauere Aussagen über allenfalls vorhandene Wasservorkommen im Bereich der Rutschmasse.



Alle zusammengetragenen Resultate sollen dazu beitragen, herauszufinden, ob es wirksame und machbare Lösungsansätze zum Stoppen der Rutschung gibt.

Die Resultate der geophysikalischen Messungen sind Längs- und Querprofile durch die Rutschmasse mit Angaben zu den Schichtgrenzen und deren Tiefen:


Zum Vergrössern klicken.


Autor:
Jochen Fiseli ist Bereichsleiter Geophysik und arbeitet seit 2010 bei GEOTEST.

 

Weitere Einblicke in den Ablauf der Feldarbeiten vor Ort im folgenden Video:



Die Räbloch-Räumung schreitet zügig voran

Der Fortschritt der Räumung im Räbloch ist deutlich sichtbar: Der Schienenkran hat sich über einen grossen Abschnitt der Verklausung bereits bis auf...

Der Fortschritt der Räumung im Räbloch ist deutlich sichtbar: Der Schienenkran hat sich über einen grossen Abschnitt der Verklausung bereits bis auf den Wasserspiegel der Emme durchgearbeitet. Doch damit ist die Räumung noch nicht beendet – jetzt wartet der schwierigere Teil unter dem Wasserspiegel.



Seit gut drei Wochen laufen die Räumungsarbeiten im Räbloch. Inzwischen sind gut 300 Tonnen Holz, Schlamm und Dreck aus der Schlucht entfernt worden. Zudem sind bis zum heutigen Zeitpunkt drei halbvolle Ölfässer und rund ein Dutzend Kanister aufgetaucht und vorsichtig geborgen worden.

Nun steht die Räumung des Materials an, welches sich im Wasser befindet. Schätzungen zufolge verbergen sich dort weitere 4 bis 7 Meter Holz.

Mehr unter www.geotest.ch/raebloch


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