Räbloch › geotest

 

Räbloch

Am 24. Juli 2014 erlebte das Emmental ein Jahrhunderthochwasser. Schwemmholz, Unrat, Öl und Schmierstoffe verstopfen seither die Räblochschlucht. Nun sind die komplexen Räumungsarbeiten im Gange.

Hier können Sie sich laufend über den Projektfortschritt informieren.

Wichtig:
Die Wanderwege bis zum Räbloch bleiben bis zum Ende der Räumung gesperrt. Das Betreten der Baustelle ist aus Sicherheitsgründen untersagt.


Update vom 20. Mai 2020

«Schweiz Aktuell» im Räbloch

Die SRF-Sendung «Schweiz Aktuell» hat uns auf der spektakulären Baustelle im Räbloch besucht und dabei eindrückliche Bilder festgehalten. Red und Antwort standen auch der Berner Regierungsrat Christoph Neuhaus und der Eggiwiler Gemeindepräsident Niklaus Rüegsegger.

Hier geht's zur Sendung: https://bit.ly/2LLaphw


Update vom 11. Mai 2020

Die Räumung kann losgehen



Am vergangenen Donnerstag ist der Schienenkran auf der Baustelle im Räbloch eingetroffen. Damit ist die Baustelleninstallation nun abgeschlossen.

Auf den letzten 800 Metern bis zu seinem neuen Arbeitsplatz wurde der Schienenkran per Seilbahn transportiert. Dort wurde er direkt an die bereits vorbereiteten Schienen montiert. Am Freitagvormittag wurden noch letzte Kabel verlegt und diverse Tests durchgeführt. Nach dem Mittag konnten die Räumungarbeiten gestartet und die ersten Holzstücke in die bereitstehenden Mulden verfrachtet werden.

Die Räumung ist nun also definitiv im Gange, womit Phase 2 des Projekts eingeläutet ist. Damit ist ein wichtiger Meilenstein erreicht und alle Propjektbeteiligten sind froh, dass die Baustelleninstallation in Phase 1 so problemlos durchgezogen werden konnte.


Update vom 23. April 2020

Warten auf den Schienenkran



Planmässig ist im Räbloch der erste Teil des Schienensystems für die Räumarbeiten eingebaut worden. Was allerdings fehlt, ist der Hauptakteur: Der Schienenkran, der bereits aus Österreich hätte eintreffen müssen, wird aufgrund der aktuellen Lage verzögert ausgeliefert und voraussichtlich Mitte Mai eintreffen.

In den vergangenen Tagen ist im Räbloch das Schienensystem eingebaut worden, auf dem der Schienenkran hängend das Material aus der Verklausung holen soll. Die Arbeiten kamen schnell voran und sowohl die Querträger als auch die Längsschienen sind auf den ersten 25 Metern bereits montiert. Im nächsten Schritt wird nun ein spezieller Schienenkran die ersten Meter der Verklausung wegräumen, um Platz zu machen für den nächsten Abschnitt der Schienen.

Nun droht aber eine rund zweiwöchige Zwangspause auf der Räbloch-Baustelle: Aufgrund der Covid-19-Einschränkungen konnte der Schienenkran im Werk in Österreich nicht rechtzeitig fertiggestellt werden und wird nun anstatt Anfang April voraussichtlich erst in der zweiten Mai-Woche geliefert. Bis dahin ruhen die Arbeiten im Räbloch gezwungenermassen.


Update vom 9. April 2020

Der Baustellenzugang ist bereit

Bei bestem Wetter waren die Arbeiter auf der Räbloch-Baustelle in den letzten Tagen damit beschäftigt, einen sicheren Zugang von der Naturbrücke hinunter in die Räbloch-Schlucht zu bauen. Entstanden ist dabei ein rund 50 Meter hoher Gerüstturm entlang der senkrechten Felswand.

Über den neu installierten Gerüstturm können die Arbeiter in Zukunft an ihren Arbeitsplatz gelangen, ohne sich mühsam abseilen zu müssen. Das ganze Material für den Gerüstbau konnte per Seilbahn in die Räblochschlucht transportiert werden.

Auch im steilen Gelände bei der Naturbrücke oben wurden Zustiegswege angelegt und Baustellenmaterialien montiert. Der Baucontainer zur Lagerung von Material wurde beispielsweise auf ein Podest bestehend aus Baumstrünken gestellt. In diesem Zustand wird die Baustelle nun über die Ostertage ruhen.

Wir weisen noch einmal darauf hin, dass das Betreten der Baustelle auch an Wochenenden und Feiertagen strengstens untersagt und sehr gefährlich ist.


Update vom 1. April 2020

Hochwasser-Frühwarnanlage ist installiert



Im Rahmen der Baustelle zur Räumung des Räblochs ist zum Schutz der Arbeiter eine Frühwarnanlage für plötzliche Hochwasser in der Emme installiert worden.

Die Emme ist bekannt dafür, dass deren Wasserpegel beispielsweise bei Gewittern sehr plötzlich stark anschwellen kann. Beim Hochwasser 2014 beispielsweise schien unterhalb des Räblochs noch die Sonne, als durch Regengüsse bei der Schrattenfluh plötzlich eine Hochwasserwelle kam und die Emme innerhalb von Minuten ansteigen liess. Dieses Phänomen ist für die Arbeiter in der Räbloch-Schlucht eine grosse Gefahr: Einerseits sehen sie nicht, wenn sich weiter oben im Einzugsgebiet ein Gewitter entlädt, und andererseits ist es nicht einfach, aus der Schlucht zu fliehen.

Deshalb messen zwei Pegelradare an zwei Brücken in Schangnau ab sofort kontinuierlich den Wasserpegel der Emme. Falls der Pegelanstieg innerhalb von 2 bis 5 Minuten einen gewissen Schwellenwert überschreitet, gehen auf der Baustelle im Räbloch Drehlichter und eine Sirene los. Zusätzlich werden alle involvierten Personen per SMS benachrichtigt. Nach dem Alarm bleiben den Arbeitern etwa 20 bis 30 Minuten, um sich und die Maschinen in Sicherheit zu bringen.


Update vom 26. März 2020

Die Räumung wird vorbereitet

Nun hat die Vorbereitung der Baustelle für die komplexen Räumungsarbeiten begonnen. Das angeschwemmte Material soll mittels Schienenkran und Teleskopgreifarm aus der Schlucht entfernt werden. Die Vorbereitungen der Baustelle laufen seit der vergangenen Woche.

Im steilen Wald oberhalb der Schlucht werden gesicherte Zustiegswege gebaut und in der Nähe der Naturbrücke eine kleine Baubaracke installiert. Ab der nächsten Woche startet der Bau eines Gerüstturms als permanenter Zustieg in die Schlucht. Zusätzlich werden zum Schutz der Baustellenarbeiter Steinschlagschutznetze installiert.

Eisenträger, Gerüstelemente, Baracke und zuletzt der Schienenkran werden mit der bereits letzten Herbst installierten, temporären Seilbahn in die Schlucht befördert. Die eigentlichen Räumungsarbeiten starten voraussichtlich Ende April. Das aus der Schlucht entfernte Material wird in Mulden vorsortiert und mit der Seilbahn auf den Jodershubel gebracht. Dort wird das Material feinsortiert und abtransportiert.

Sämtliche vorgesehenen baulichen Massnahmen sind darauf ausgelegt, die einmalig schöne Räblochschlucht nur minimal zu tangieren. Nach Abschluss der Räumungsarbeiten Mitte Juni werden die technischen Installationen deshalb zurückgebaut und das Räbloch im Naturzustand hinterlassen. Einzig die Verankerungen von Seilbahn und Schienenkran bleiben für eine allfällige künftige Räumung bestehen.


Update vom 11. November 2019

Die Seilbahn steht


Die Seilbahn, welche das angeschwemmte Material von der Räblochschlucht auf den Jodershubel bringen wird, ist aufgestellt (⟶ zur Fotogalerie).
 

Wollen Sie auf dem Laufenden bleiben? Dann folgen Sie uns auf unseren Social-Media-Kanälen: