Nach einem Felssturz an der Wandflue bei Bettlach auf dem Grenchenberg beurteilte die GEOTEST AG die Gefahrensituation vor Ort. Das Beispiel zeigt, wie geologisches Fachwissen, Geländeaufnahmen und ingenieurgeologische Erfahrung helfen, Menschen, Infrastrukturen sowie Natur- und Erholungsräume zu schützen. 

Anfang Januar 2026 löste sich an der Wandflue beim Obergrenchenberg ein grosses Felspaket und stürzte in Richtung Bettlachberg. Das Sturzereignis führte zu Schäden am Wald. Zu Beginn war jedoch unklar, ob sich weitere potenziell aufgelockerte Felspartien lösen könnten. Die zuständigen Stellen schieden deshalb aus Sicherheitsgründen eine Gefahrenzone aus und sperrten den Wanderweg zwischen dem Oberen Brüggli und dem Bettlachberg. 

Das aus der Felswand ausgebrochene Material umfasst insgesamt ungefähr 500 – 600 m3 Material.

Das aus der Felswand ausgebrochene Material umfasst insgesamt ungefähr 500 – 600 m3 Material.

Darunter sind Einzelblöcke mit einer maximalen Kantenlänge von knapp 3.5 m.

Darunter sind Einzelblöcke mit einer maximalen Kantenlänge von knapp 3.5 m.

Für die vertiefte Abklärung brauchte die Gemeinde Bettlach geologische und ingenieurgeologische Einschätzungen. Die Fachleute der GEOTEST analysierten das Ereignis, beurteilten den Zustand der Ausbruchstelle und erarbeiteten Grundlagen für das weitere Vorgehen. 

Am 13. März 2026 führten die Beteiligten die Felsreinigungs- und Feldarbeiten bei guten Bedingungen durch. Dabei entfernten sie kleinere Instabilitäten an der Abbruchkante. Zusätzlich beurteilten sie die Situation im Bereich der Abbruchstelle mit Drohnen und am hängenden Seil. Im Gelände nahmen sie die Spuren des Felssturzes auf und kartierten sie.  

Die Spezialisten der GEOTEST beurteilten die Stabilität der Abbruchstelle unter anderem am hängenden Seil.

Die Spezialisten der GEOTEST beurteilten die Stabilität der Abbruchstelle unter anderem am hängenden Seil.

Auch an anderen Stellen entlang der Felswand prüften sie Überhänge auf potenzielle Brüche.

Auch an anderen Stellen entlang der Felswand prüften sie Überhänge auf potenzielle Brüche.

Nach Abschluss der Arbeiten kamen die Fachleute zum Schluss, dass für den Wanderweg und das Bergrestaurant unterhalb der Wandflue keine erhöhte Gefährdung mehr bestand. Die zuständigen Stellen hoben daraufhin die Sperrung des Wanderwegs und die Gefahrenzone auf.  

Der Wanderweg unterhalb der Absturzstelle liegt nicht im Gebiet des Schuttkegels, wurde aber sicherheitshalber geschlossen.

Der Wanderweg unterhalb der Absturzstelle liegt nicht im Gebiet des Schuttkegels, wurde aber sicherheitshalber geschlossen.

Mittlerweile ist der Weg wieder offen.

Mittlerweile ist der Weg wieder offen.

Naturgefahren lassen sich nicht verhindern. Man kann sie aber erkennen, beurteilen und mit geeigneten Massnahmen reduzieren. Die GEOTEST unterstützt Gemeinden, Kantone, Behörden und private Auftraggeber dabei, solche Situationen fachlich einzuordnen, Entscheidungsgrundlagen zu erarbeiten und Lösungen zum Schutz von Menschen und Infrastruktur umzusetzen. 

Bemooste Steinbrocken im Wald unterhalb der Wandflue zeugen von ähnlichen Ausbrüchen in der Vergangenheit.

Bemooste Steinbrocken im Wald unterhalb der Wandflue zeugen von ähnlichen Ausbrüchen in der Vergangenheit.

Die unverwitterte, gelbliche Bruchstelle oben an der Wandflue ist weiterhin gut sichtbar.

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Referenzen

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