Naturgefahren erkennen, beurteilen und entschärfen
Anfang Januar 2026 löste sich an der Wandflue beim Obergrenchenberg ein grosses Felspaket und stürzte in Richtung Bettlachberg. Das Sturzereignis führte zu Schäden am Wald. Zu Beginn war jedoch unklar, ob sich weitere potenziell aufgelockerte Felspartien lösen könnten. Die zuständigen Stellen schieden deshalb aus Sicherheitsgründen eine Gefahrenzone aus und sperrten den Wanderweg zwischen dem Oberen Brüggli und dem Bettlachberg.
Für die vertiefte Abklärung brauchte die Gemeinde Bettlach geologische und ingenieurgeologische Einschätzungen. Die Fachleute der GEOTEST analysierten das Ereignis, beurteilten den Zustand der Ausbruchstelle und erarbeiteten Grundlagen für das weitere Vorgehen.
Am 13. März 2026 führten die Beteiligten die Felsreinigungs- und Feldarbeiten bei guten Bedingungen durch. Dabei entfernten sie kleinere Instabilitäten an der Abbruchkante. Zusätzlich beurteilten sie die Situation im Bereich der Abbruchstelle mit Drohnen und am hängenden Seil. Im Gelände nahmen sie die Spuren des Felssturzes auf und kartierten sie.
Nach Abschluss der Arbeiten kamen die Fachleute zum Schluss, dass für den Wanderweg und das Bergrestaurant unterhalb der Wandflue keine erhöhte Gefährdung mehr bestand. Die zuständigen Stellen hoben daraufhin die Sperrung des Wanderwegs und die Gefahrenzone auf.

Der Wanderweg unterhalb der Absturzstelle liegt nicht im Gebiet des Schuttkegels, wurde aber sicherheitshalber geschlossen.
Naturgefahren lassen sich nicht verhindern. Man kann sie aber erkennen, beurteilen und mit geeigneten Massnahmen reduzieren. Die GEOTEST unterstützt Gemeinden, Kantone, Behörden und private Auftraggeber dabei, solche Situationen fachlich einzuordnen, Entscheidungsgrundlagen zu erarbeiten und Lösungen zum Schutz von Menschen und Infrastruktur umzusetzen.








